Was hat Bücher kaufen mit dem Alter zu tun?

Zum meinem Stadtbummel gehört ein Abstecher in die Buchhandlung. Zwar ohne Absicht ein Buch zu kaufen, doch das möchte ich nie ausschließen. Den Blick über die Regal streifen lassen und bei den neuen Büchern hängen bleiben. Ein alt eingeübtes Ritual. Wenn ich mich durch einen Titel angesprochen oder abgeholt fühle, zieht es mich wie magisch an. Ist es nicht faszinierend, dass sich ein Autor exakt mit dem Thema auseinander setzt, das einen gerade beschäftigt?

Bücher kaufen für sensible Lebensfragen?

Nie war die Fülle an Bücher größer, als in der heutigen Zeit. Gute Buchhandlungen bieten eine immense Auswahl. Von moderner Literatur, über Esoterik und Lebensberater, bis hin zu Gesundheitsthemen. Das Wissen statt in Büchern in der virtuellen Welt von Google und Bing zu suchen, entspricht eher dem Zeitgeist und lässt die Bücher oft in den Regalen stehen. Sicherlich mit ein Grund, warum Männer nur noch selten in Buchgeschäften anzutreffen sind. Eventuell wächst nun eine Generation heran, die das Lesen durch das Hören austauscht. Spirituelle Themen, wie Sensibilität, Achtsamkeit oder Selbstheilung lösen Romane und Bildbände ab. Das Angebot richtet sich hier sicherlich nach der Nachfrage. Sinnliche und feinfühlige Gedanken lassen Bücher zu Bestsellern werden, die auf den prominenten Plätzen der Buchläden aufliegen. Die Buchhandlungen mussten sich komplett neu organisieren und die Bücherregale neu ordnen. Neben Büchern zu Lebensfragen nehmen Kochbücher berühmter Köche den größten Raum ein.

Minimalismus im Bücherregal – ist ein Leben ohne Bücher möglich?

In der Buchhandlung angekommen, ist es vorbei mit dem Vorsatz, das ich das Bücher kaufen reduzieren möchte. Für das Buch von Marie Kondo über Minimalismus entschied ich mich bei meinem letzten Besuch. Natürlich ohne Vorahnung, wie mich die Lektüre über reduziertes Leben verändert. Die Autorin erwischte mich frontal und ich begann sofort mit dem Aussortieren. Dem Erfolg des Buches nach zu urteilen, erging es nicht nur mir so. Liegt es Ich gehöre zu den Frauen, die gerne das gedruckte Exemplar besitzen. Ein Buch zu lesen hat für mich etwas sinnliches und beruhigendes. Wobei ich von edlem Druck auf schönem Papier spreche, nicht von Zeitschriften oder Heften.Natürlich steht das Buch dann wieder im Regal, aber oft genügt ein Blick darauf, um sich an einige Zeilen zu erinnern. Dann nehme ich es gerne wieder zur Hand und bleib an dem einen oder anderen Artikel hängen. Auch meine Art, mit einem Buch zu arbeiten, bedarf das gedruckte Exemplar. Mit Bleistift, Kuli oder Eselsohren markiere ich mir Passagen oder Seiten. Zwar lernte ich, ein Buch sorgfältig zu behandeln, doch mit einem innerlichen Grinsen kritzle ich heute gerne meine Notizen an den Rand.

Ist das eBook eine Frage des Alters?

Auf mich trifft es nur bedingt zu. Alle Themen, rund um die Arbeit am Computer eigne ich mir überwiegend über ein eBook an. Doch gerade durch die vielen Stunden, die ich am Bildschirm arbeite, lese ich privat in Büchern. Literatur auf dem Papier zu lesen empfinde ich entspannend und erholsam. Ein Buch per Reader im Bett zu lesen mag zwar modern sein, doch für mich ist es keine Alternative. Also doch eine Frage des Alters oder gar der Generation? Ich denke schon. Der Wert des Buches macht sich nicht nur am Inhalt fest. Der Titel, die Aufmachung und das Fühlen spielt beim Kauf eine entscheidende Rolle. Ich vertiefe mich gerne in ein Buch und lass mich emotional fesseln, was mir beim Lesen auf dem Bildschirm schwer fällt. Für mich hat das Buch einen weiteren Vorteil. Es behandelt das Thema  gebündelt und ich kann das Wissen seitenweise abrufen. Mal schnell ein Blick nach vorne oder auch zurück, das genieße ich am gedruckten Buch.

Wie geht es Euch damit?

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