Kräutergarten – das kleine Glück

Ein kleiner Kräutergarten zu besitzen ist für Küche und Speisen ein Gewinn, mit Kräutern zu experimentieren wir in der Küche. Doch es sind inzwischen nicht nur die bekannten Küchenkräuter, wie Schnittlauch, Liebstöckel oder Petersilie. Kräuter sind international geworden! Sie sind für die heutige Generation selbstverständlich und gehören zum Würzen der unterschiedlichsten Speisen. Unseren Großeltern waren diese fremdartigen Gerüche und Düfte eher suspekt. Vermutlich konnten sie auch nicht damit umgehen. Die fremdländischen Gerichte waren nicht bekannt und zum Würzen unserer Leibspeisen eigneten sie sich nicht. Das begann erst, als sich die kleine Pizzeria zum Lieblingsitaliener etablierte.

Kräuter sind im Trend …

Ja, sie sind sogar modern geworden, die mediterranen Kräuter, die wir vom Italiener um die Ecke kennen oder die uns an den Urlaub im Süden erinnern lassen. Selbst wenn wir eh nur Schnittlauch und Petersilie auf den täglichen Salat streuen, so finden sich doch Kräuter jeglicher Herkunft in unserem Garten. Immer mehr bieten wir den Kräutern eine eigene Ecke oder eine Spirale an. Selbst auf den Balkonen sind Kräuter ebenso oft zu sehen wie Blumen. Ja, wir lernen sogar die Kräuter für unsere Gesundheit zu nutzen. Den gesunden Kräutertee stellen wir selbst zusammen und genießen es, ihn nach unserem Geschmack zusammen zu stellen..

Mediterrane Kräutervielfalt …

Lavendel ist die typische Pflanze aus der Provence und am liebsten riechen wir es im entspannenden Wohlfühlbad. Doch längst gehören mehr Kräuter aus dem Süden in unserem Kräutergarten. Ist Lavendel zuständig für Beruhigung, so ist Thymian zuständig für die Unterstützung des Immunsystems. Salbei ist ein hervorragendes Hustenmittel, aber auch ein wunderbares Gewürz für italienische Speisen. Dabei ist es nicht entscheidend, ob sie als Tee getrunken werden oder den Bratkartoffeln eine mediterrane Note geben. Ob als Geschenk oder für das eigene Gewürzregal, möchte ich das selbst gemachte Kräutersalz empfehlen.

Kräuter als sanfte Medizin

Die Klostergärten haben nicht nur Tradition, sie zeigen uns vor allem, welche Heilkräuter für unsere Gesundheit wertvolle Hilfe ist. Die Nonnen waren es, die mit einmalig schönen Gärten Heilpflanzen für jedes Wehwehchen anbauten. Meist sind die Beete geometrisch angeordnet, ohne Einrahmungen und vor allem kommen diese Gärten ohne Blumen aus. Zum einen sollte jede Verwechslung ausgeschlossen werden, zum anderen lassen die Blüten der Kräuter die Blumen nicht vermissen. In den Gärten der Klöster sind oft die Beete schon nach Beschwerden gruppiert. So wird das typische Frauenkraut – der Frauenmantel – sicherlich nahe der Schafgarbe stehen. Beide Kräuter helfen Frauen bei  Verstimmungen, die durch Hormonschwankungen entstehen können. Aber auch das gelb blühende Johanniskraut kann zum Tee gemischt werden, es ist das Kraut gegen depressive Stimmung. Das große Vorbild für die Kräutermedizin ist sicherlich die Nonne Hl. Hildegard von Bingen.

Keinen Salat ohne Kräuter …

Plötzlich spitzeln die ersten Küchenkräuter aus dem Kräuterbeet, bereiten wir den frischen Salat mit Schnittlauch, Petersilie, Liebstöckel und Borretsch. Sie sorgen gerade im Frühjahr für Entschlackung und füllen das Vitaminedepot wieder auf. Das Borretschöl wird von der Naturkosmetik in Anti-Aging-Produkten – Ölen, Cremes oder auch Kapseln – eingesetzt- Besonders beeindruckend sind die Blüten dieser Kräuter. Sie sind als Dekoration essbar und blühen fast alle in verschiedenen Lilatönen. Von zartem Rosa des Thymians bis zum dunklen Lila des Borretschs oder Salbeis. Ein faszinierendes blaues Blütenmeer für unsere Augen und ein Genuss für die Bienen. Vor allem das Gelb des Johanniskrauts zieht die Bienenvölker an.

Getrocknete Kräuter für den Winter …

Wenn die Blüte ihren Höhepunkt erreicht hat, müssen die Kräuter geerntet werden. entweder auf einem großen Brett oder als Büschel zusammen gebunden. Dabei ist es am besten, wenn die Kräuterbüschel einen Platz über dem Kachelofen haben, aber auch andere trockene Plätzchen bieten sich an. Lavendel darf sogar mit ins Schlafzimmer. Wenn die Kräuter in der Nähe eines Ofens gehängt werde, bitte auf den Abstand achten. Vorher einige – bereits abgetrocknete – Blätter der Kräuter mit dem Holz ins Feuer geben. Voraussetzung ist natürlich ein schönes Holzfeuer (Interessante Artikel gibt es hierzu auf www.kaminofenheizen.de/ zu lesen). Das hüllt den ganzen Raum in ein wunderbares Aroma.Fast schön wie Räuchern, doch darüber schreibe ich gesondert. Natürlich ist der Trockenvorgang auch im Ofen möglich, doch das Trocknen im Raum sollten wir uns gönnen. Mit allen Sinnen den Duft genießen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.